Grand Basel –
18 Monate inhouse für eine neue Klasse von Messe


Digitalstrategie und Projektarbeit vor Ort für das Sammlerformat der MCH Group

Logo Grand Basel

MCH Group / Grand Basel

Rolle dgtl.ai:
Digitale Strategie, umgesetzt als Teil des Projektteams vor Ort in Zürich und Basel

Die Aufgabe

Die MCH Group, Veranstalterin der Art Basel, wollte mit der Grand Basel ein zweites Format etablieren: keine Kunstmesse, sondern eine Bühne für automobile Sammlerstücke. Fahrzeuge sollten nicht als Produkte gezeigt werden, sondern als Kulturgut — kuratiert, inszeniert und einzeln erzählt.

Für ein Format ohne Vorbild reicht externe Beratung nicht aus. dgtl.ai wurde Teil des Projektteams: über 18 Monate regelmäßig vor Ort in Zürich und Basel, eingebunden in die tägliche Projektarbeit der MCH Group — nicht als externer Dienstleister mit Statusterminen, sondern als Teil des Teams, das die Entscheidungen im Alltag getroffen hat.

Website und Ticketshop liefen über die Systeme der MCH Group, die Event-App kam von einem Schweizer Softwarehaus, die interaktiven Exponat-Aufnahmen von einem spezialisierten Fotoproduktionsteam. dgtl.ai entwickelte die digitale Strategie und war der Knotenpunkt, an dem diese Gewerke inhaltlich zusammenliefen.

Grand Basel 2018: Besucherpaar vor dem Cisitalia 202 SC 1947 in der Ausstellungsinszenierung

Der Ansatz 

Inhouse statt Beratung auf Distanz

Ein Format ohne Vorbild lässt sich nicht am Reißbrett planen und dann liefern. Die Anforderungen änderten sich mit jeder Erkenntnis aus dem laufenden Aufbau — welche Exponate wie inszeniert werden, wie der Verkaufsprozess wirklich läuft, was ein Sammlerpublikum von einer Messe erwartet, die es in dieser Form noch nicht gab.

Deshalb war die Arbeitsweise keine klassische Projektsteuerung mit Abgabeterminen, sondern kontinuierliche Präsenz im Projektteam der MCH Group. Entscheidungen zu Content, Datenflüssen und der Zusammenarbeit mit den beteiligten Gewerken entstanden direkt im Team, nicht in Statusberichten danach.

Die beteiligten Gewerke

Gewerk

Partner

Digitale Strategie, inhouse im Projektteam

dgtl.ai

Leadagentur, Inszenierung und Design

Bluescope

Kommunikation

Jung von Matt / Limmat

Website und Ticketshop

MCH Group

Event-App

Selise, Zürich und Bangalore

Interaktive Exponat-Fotografie

Idee, Konzept und Technik: Zeitfeld (Martin Hoppe) · Produktion und Koordination: Cinegramm

Redaktion und Social Media

dgtl.ai


Die eigentliche Herausforderung entsteht nicht in den einzelnen Systemen, sondern zwischen ihnen. Genau dort war dgtl.ai die durchgehende Konstante.

Die Exponate

116 Fahrzeuge, 354 Bilder, eine Belichtungstechnik wie aus einem Film

Für die Webseite der Messe wurden 116 Fahrzeuge inszeniert und in 354 interaktiven LuxMatrix-Aufnahmen festgehalten — entwickelt und verantwortet von Zeitfeld, produziert von Cinegramm.

Die Technik ist eine invertierte Bullet-Time-Aufnahme: Statt wie im Film mit 36 Kameras um ein Objekt herum aufzunehmen, standen hier drei Kamerapositionen fest. Um das Fahrzeug herum waren, hinter Gaze verborgen, 36 Blitzlichter aufgebaut. Beim Betrachten reagiert das Bild interaktiv auf diese Beleuchtung — der Schlussframe zeigt eine Komposition aus allen Belichtungsschritten.

Ein Beispiel dieser Technik lässt sich hier erleben —
mit der Maus über das Bild fahren und den Ferrari 250 GT SWB Coupé von 1960 in Bewegung sehen, eines von 116 Fahrzeugen.

Die inhaltliche Arbeit dahinter lag ebenfalls bei dgtl.ai: Weil die Aussteller aus dem Handel kamen und das kuratorische Prinzip zunächst nicht kannten, wurden die Fahrzeuginformationen zu großen Teilen selbst recherchiert und zweisprachig aufbereitet.

Der Ticketshop

Wie eine entfernte Hürde die Conversion um 244 % steigerte

Der Ticketverkauf lief über die Systeme der MCH Group und damit über deren Konzernrichtlinie: Wer ein Ticket kaufen wollte, musste zuvor ein MCH-Konto anlegen. Für ein Publikum, das spontan auf eine neue Messe aufmerksam wird, war das eine Hürde, die den Kaufprozess über das vertretbare Maß hinaus verlängerte.

Als Teil des Projektteams identifizierte dgtl.ai den Zusammenhang in den Verkaufsdaten und setzte die Entkopplung durch: Ticketkauf ohne Registrierung, Kontoeinrichtung optional über eine Follow-up-Mail im Anschluss.

Am ersten Tag nach der Umstellung stieg die Conversion Rate um 244 % gegenüber dem Vortag.

Umsetzung
im Überblick

18 Monate Projektarbeit in Basel

Digitale Strategie inhouse

Konzeption der digitalen Klammer für ein Format ohne Vorbild — entwickelt als Teil des Projektteams, nicht von außen.

18 Monate vor Ort

Regelmäßige Präsenz in Basel über anderthalb Jahre. Entscheidungen entstanden im Team, nicht im Statusbericht.

Koordination der Gewerke

Inhaltliche Abstimmung zwischen Website, App, Bildproduktion und Kanälen über mehrere Partner und Länder.

Analyse des Verkaufsprozesses

Identifikation der Conversion-Hürde im Ticketshop und Durchsetzung der Lösung im Projektteam.

Content-Architektur der Exponate

Recherche und zweisprachige Aufbereitung der Fahrzeuginformationen für 116 Exponate.

Social Media

Übernahme der Kanäle nach der Messe. Aufbau einer Community von rund 25.000 Followern.

Social Media

Vom Messeauftritt zur ganzjährigen Community

Nach der Messe übernahm dgtl.ai die Social-Media-Kanäle der Grand Basel. Aus einem Format, das an drei Messetage gebunden war, wurde ein ganzjährig sichtbares Thema.

Die redaktionelle Linie folgte demselben Prinzip wie die Exponat-Darstellung: das Fahrzeug als Kulturgut, nicht als Kaufobjekt.

In dieser Zeit wuchs die Community auf rund 25.000 Follower.

Das Ergebnis 

Die Grand Basel fand im September 2018 in Basel statt. Gezeigt wurden kuratierte automobile Sammlerstücke — von Vorkriegsfahrzeugen bis zu Einzelstücken der Gegenwart. Das Format war als Ableger der Art Basel angelegt: derselbe kuratorische Anspruch, ein anderes Sammelgebiet.

Monate Projektarbeit vor Ort

18

Fahrzeuge inszeniert

116

Interaktive LuxMatrix-Aufnahmen​

354

Conversion-Steigerung nach Checkout-Umstellung

+244 %


Follower-Community Social Media

~25.000

Mehrwert
die MCH Group

Ein Team-Mitglied, kein externer Dienstleister

Kontinuität statt Projektübergaben

18 Monate durchgehende Präsenz im Projektteam bedeuteten, dass Wissen nicht zwischen Terminen verloren ging.

Eine digitale Linie über mehrere Partner

Website, App, Bildwelten und Kanäle folgten einer gemeinsamen Content-Architektur — koordiniert von innen, nicht von außen moderiert.

Messbar besserer Ticketverkauf

Die Nähe zum Projektteam machte es möglich, eine Hürde im Verkaufsprozess zu erkennen und die Lösung direkt umzusetzen. Ergebnis: +244 % Conversion.

Inhalte, die über das Event hinaus tragen

Aus der Exponat-Redaktion und der Begleitung der Fotoproduktion entstand Material, das nach der Messe eine Community von 25.000 Followern getragen hat.

Warum dieses Modell funktioniert

Kontinuierliche Präsenz + Content, der dem Format gerecht wird + Blick über alle Systeme =
eine Stimme statt fünf Dienstleister


Für ein Format ohne Vorbild reicht kein externes Briefing. Es braucht jemanden im Team, der die digitale Linie über 18 Monate hält, während sich die Details erst im laufenden Aufbau klären.

Stand: 20. August 2026

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